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Tipps gegen den Holzwurm im Möbelstück

Gerade in feuchtem Holz nisten sich Holzwürmer mit Vorliebe ein. Auch Möbel werden von den kleinen Larven heimgesucht. Wenn Ihr Möbelstück von Holzwürmern befallen ist, dann haben wir hier einige Tipps für Sie, wie Sie die Schädlinge wieder loswerden. Denn auf Dauer würden sie sonst Ihr Möbel zerstören.

Was ist ein Holzwurm und wie sehen Holzwürmer eigentlich aus?

Als Holzwurm werden umgangssprachlich die Larven des sogenannten Gemeinen Nagekäfers bezeichnet. Die weißen Larven haben eine Größe von etwa 1 bis circa 6 Millimeter und sind gekrümmt. Ein Holzwurm kann bis zu 0,5 cm Holz am Tag fressen. Besonders wohl fühlt er sich in feuchtem Holz. Die Holzwürmer leben 3 bis 4 Jahre, bis sie sich in den Käfer verwandeln und ausfliegen. In Holzmöbel, die im beheizten Wohnraum stehen, nisten sich diese Schädlinge in der Regel nicht ein, weil das Holz zu trocken ist. Allerdings können sie durch feuchtes Holz eingeschleppt werden.

Woran erkenne ich einen Holzwurmbefall?

Wenn in Ihrem Möbelstück Holzwürmer sind, erkennen Sie dies an etwa 1 bis 2 Millimeter großen Löchern im Holz. Ein weiteres Anzeichen für Holzwürmer sind kleine Auswurfhäufchen von Holzmehl auf oder unter Ihrem Möbelstück.

Auch, wenn die Holzwürmer für den Menschen nicht gesundheitsschädlich sind, sollten sie zügig aus Möbelstücken entfernt werden. Ansonsten kann ihr Möbel regelrecht morsch gefressen werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Holzwurmbefall vorliegt, dann bestellen Sie sich am besten einen Sachverständigen für Holzschutz oder einen Kammerjäger.

Wie kann ich Holzwürmer bekämpfen und welche Mittel helfen gegen Holzwürmer?

1. Hausmittel gegen Holzwürmer

Prinzipiell können Sie Holzwürmer auch mit Essigessenz oder Benzin bekämpfen. Hierfür spritzen Sie mit einer Injektionsnadel die Flüssigkeit direkt in die Wurmlöcher. Allerdings bleibt der Geruch dieser Mittel relativ lange im Möbelstück haften. Deshalb ist diese Vorgehensweise nur bedingt zu empfehlen. Auch mit Salmiakgeist, einer Ammoniaklösung, können Sie so vorgehen.

Mit etwas Geduld und Eicheln können Sie die Larven des gewöhnlichen Nagekäfers ebenfalls sehr gut loswerden. Der sogenannte Eicheltrick funktioniert so: Sie legen einige Eicheln auf einen Teller und stellen diesen neben die Stelle, wo das Holzmehl aus Ihrem Möbelstück austritt. Bei großen Möbelstücken legen Sie die frischen Eicheln drumherum.
Der markante Geruch der Eicheln lockt die Schädlinge an. Die Holzwürmer besiedeln dann die Eicheln – diese werfen Sie weg, wenn sich auf dem Teller oder Boden kleine Bohrmehlhäufchen bilden. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrere Male. Mit der Zeit werden so alle Holzwürmer aus Ihrem Möbelstück gelockt und nach draußen befördert. Diese vollkommen unbedenkliche Methode ist sowohl für das Möbelstück als auch die Umwelt besonders schonend.

2. Holzwürmer mit Hitze oder Kälte bekämpfen

Eine ungiftige und umweltschonende Alternative zur chemischen Bekämpfung ist der gezielte Einsatz von Wärme oder Kälte. Beides vertragen die Holzwürmer nicht.
Wärme trocknet das Holz aus, und die Larven sterben. Holzwürmer bestehen nämlich zu großen Teilen aus Eiweiß, das sich bei Hitze zersetzt. Gleichzeitig können sie sich nicht weiter in das ausgetrocknete Holz ausbreiten. Die Temperatur sollte bei mindestens 55 Grad Celsius liegen, damit diese Methode erfolgreich ist.
Sie können das befallene Holz im Backofen oder in der Sauna erhitzen und mindestens eine Stunde ruhen lassen. Wenn diese Möglichkeiten nicht Infrage kommen, dann kann ein Restaurateur oder Holzfachmann das betroffene Möbelstück in eine Klimakammer stellen.

Auch frostige Temperaturen machen den Schädlingen den Garaus: Temperaturen unter -15 Grad Celsius überleben die Würmer im Normalfall nicht. In einem kalten Winter können Sie Ihr Holzmöbel für einige Stunden nach draußen stellen, zum Beispiel auf den Balkon oder die Terrasse. Ansonsten gibt es aber auch hier die Möglichkeit, das Möbelstück in eine Klimakammer zu stellen

3. Chemische Mittel gegen Holzwurmbefall

Im Sinne Ihrer Gesundheit sollten Sie nach Möglichkeit auf Chemiekeulen verzichten. Im Fachhandel werden aber entsprechende Schädlingsbekämpfungsmittel angeboten. Bei der Verwendung chemischer Mittel zur Bekämpfung von Holzwürmern sollten Sie unbedingt auf einen sachgemäßen Umgang mit diesen Mitteln achten. Halten Sie sich deshalb bitte an die entsprechende Gebrauchsanweisung.
Der Umgang mit Bioziden ist von geprüften Fachleuten, wie dem Sachverständigen für Holzschutz oder einem Kammerjäger, durchzuführen.

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