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Was ist ein Holzwurm?

Ein Holzwurm, auch genannt ?gemeiner Nagekäfer?, wird etwa 2,5 bis 5 mm lang. Die Larven des Holzwurms befallen verbautes Holz. Der Holzwurm befindet sich meist in Kellern, Dachböden, Kirchen. Brennholzlagern, leerstehenden Gebäuden usw., in zentralbeheizten Wohnräumen sollte er nicht zu finden sein. Dort ist das Holz meist zu trocken, nämlich 8 bis 10 Prozent Holzfeuchte.

Der Kopf ist unter dem Halsschild verborgen. Der Halsschild ist fast kapuzenartig gehöckert. Die Fühler sind elfgliedrig, die letzten drei sind stark verlängert. Die mittleren Glieder sind am Innenrand ebenso abgerundet wie am Außenrand.

Gefahren von Holzwürmern im Brennholz?

Es sollte keine Gefahr sein, dass ein Holzwurm im Brennholz auch das Holz im Haus angreift. Die Larven des Scheibenblocks befallen nur Holz mit hoher Feuchtigkeit und Rinde. Sie leben direkt unter der Rinde im Holz und fressen einen so genannten ?Hakengang? ins Holz hinein, um sich dort zu verpuppen. Gefahr besteht dann, wenn das Kaminholz über längere Zeit im schlecht gelüfteten Keller gelagert wird und das gelagerte Holz seine Holzfeuchtigkeit behält.

Wie kann ich Holzwürmer bekämpfen?

Bioziden

Ein aktiver Holzwurmbefall ist an den typisch runden Löchern von 1 bis 2 mm Durchmesser erkennbar. Jedoch ist nicht immer so etwas gefährlich und muss nicht immer bekämpft werden.

Dazu wichtige Information: Sie sollten einen Sachverständigen für Holzschutz vor Ort bestellen, um den Befall nachweisen lassen zu können. Erst wenn ein Befall vorliegt, ist eine Bekämpfung notwendig. Die Fachleute können mit bioziden Holzschutzmitteln die Würmer entfernen. Der Umgang mit Bioziden ist nach Vorschrift nur von geprüften Fachleuten anzuwenden.

Biologisch

Zedernöl, Salmiakgeist oder Petroleum wirken eher vorbeugend, sodass der Wurm erst gar nicht einziehen will. Essigessenz kann den Holzwurm beseitigen. Dafür kann eine Spritze mit Essigessenz gefüllt werden. Die Flüssigkeit können Sie direkt ins Holz geben. Die Methode ist etwas zeitaufwendig, dafür aber effektiv und wirksam.

Natürliche Wirkstoffe sind z.B. Stoffe, die aus resistenten Holzarten, Pflanzen oder Mikroorganismen gewonnen werden. Dazu gehören u.a. Bienenwachs, Leinöl, natürliche Harze und ätherische Öle.

Eicheln verfügen über einen leckeren Geruch, bei dem der Holzwurm nicht widerstehen kann. Sie können ein paar Eicheln neben das Holzobjekt legen. Sobald Sie aber Löcher in den Eicheln sehen sollten, sollten Sie die Eicheln austauschen. Somit werden die Würmer mit dem Eicheln gleich entsorgt.

Hitze oder Kälte

Die Schädlinge ertragen weder Hitze noch Kälte. Holzobjekte können in den Backofen gelegt werden. Diesen stellt man auf etwas 70 Grad und brennt die Holzwürmer aus. Die Löcher sollten Sie anschließend mit etwas Wachs versiegeln. An heißen Sommertagen können Sie das Holz ebenfalls zur effektiven Bekämpfung in die Sonne Stellen.

Für die Würmer ist alles, was unter -18 Grad ist lebensbedrohlich. Dafür können Sie das Objekt in eine Folie wickeln und in ein Kühlhaus stellen.

Chemische Mittel

Sollten die biologischen Mittel keinen Erfolg zeigen, der der Befall wohl zu stark und die chemischen Mittel müssen eingesetzt werden. Im Fachhandel finden Sie dazu chemische Mittel, die eine Lähmungserscheinung bei den Würmern hervorrufen. Das Mittel wird direkt in das Holz gespritzt und wirkt dort innerhalb von einigen Minuten. Manchmal muss der Vorgang einige Male wiederholt werden. Infrage käme auch ein Insektenspray. Bei allen chemischen Mitteln sollten Sie sehr vorsichtig sein. Vor allem wenn diese Mittel im Innenbereich verwendet werden. Achten Sie darauf, dass das Prüfzeichen mit dem ?Blauen Engel? unbedingt vorhanden ist. Ansonsten kann es zu gesundheitlichen Problemen führen.

Drei Verfahren zur Holzwurm-Bekämpfung?

  • Erstens
  • Das befallene Holzstück in eine verschweißte Plastiktüte, hygienischen Gründen, packen und über Nacht in ein Kühlhaus zu stellen. Die Schädlinge können bei frostigen Temperaturen nicht überleben. Eine sehr kalte Winternacht auf Ihrem Balkon reicht ebenfalls aus.

  • Zweitens
  • Das befallene Möbelstück wird in eine spezielle Kammer gebracht und dort unter kontrollierten Bedingungen Hitze ausgesetzt. Ab 54 Grad Celsius wird das Eiweiß der Schädlinge gerinnt. Wenn es sich um kleinere Gegenstände oder Möbel handelt, können sie Heißluftpistole anwenden. Achten Sie darauf, dass die Pistole mit einem Abstand von mind. 5 cm auf das Holz gerichtet ist. Ansonsten kann sehr schnell Brandflecken auftreten.

  • Drittens
  • Sie können das befallene Objekt mit Bestrahlung von Mikrowellen loswerden. Die thermische Methode beansprucht das Holz stark. Die Behandlung mit Mikrowellen ist zu empfehlen, wenn z.B.
    in Rissen auf Grund von zu großer Trockenheit durch Wärmebehandlung äußert.

Vorsorge selbst treffen:

Wenn Sie ihre Lieblingsstücke vor dem Holzwurm schützen wollen, mischen Sie gleiche Mengen Kochsalz, Pfeffer, Senfkörner, Knoblauch und Wermutskraut und lassen Sie das ganze in zwei bis drei Litern Spritessig aufkochen. Mit dieser Menge die Stücke ein bis zweimal abreiben. Oder Sie versuchen, wie schon genannt die Methode mit den Eicheln. Chemische Mittel sollten mit Vorsicht angewendet werden. Die Mittel enthalten Nervengifte, wie z.B. Pyrothroiede, die bei Menschen auch bei einer Hautberührung zur Wirkung führt.

Weitere empfehlenswerte Behandlung:
Behandlung gegen Würmern mit Stickstoff oder eine Wärmebehandlung, die nur von Fachbetrieben durchgeführt wird.

Vorteil: Es erfolgt keine Kontamination mit irgendeinem Mittel.
Nachteil: Der Holzwurm kann sich erneut einnisten, was aber in geheizten Räumen nicht geschehen sollte.

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