Heimische Hölzer

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Heimische Hölzer

Als heimische Hölzer werden in unseren Breitengraden alle Hölzer bezeichnet, die aus europäischen Regionen stammen. Die Vielseitigkeit ist beeindruckend und es findet sich für nahezu jeden Verwendungsbereich das entsprechende Holz mit den passenden Eigenschaften. Es gibt viele gute Gründe, warum man heimische Hölzer verarbeiten sollte.

Nicht jedes Holz ist nachhaltig

Holz ist ja bekanntermaßen ein Naturmaterial, aber dennoch handelt es sich nicht zwangsläufig um einen nachhaltigen Werkstoff. Entscheidend ist, wie und vor allem auch wo das Holz gewonnen wird. Tropenhölzer zum Beispiel, die erst tausende von Kilometern verschifft werden müssen, haben schon allein wegen ihres Transports keine positive Klimabilanz. Dazu kommt, dass der illegale Holzeinschlag in den Regenwaldgebieten ein großes Problem darstellt, für den Plantagenanbau werden die benötigten Flächen durch Brandrodung freigelegt. Das verursacht einen immensen CO2–Ausstoß und zerstört wertvollen Lebensraum. Damit das Holz unbeschadet in Europa ankommt, muss es vor Ort getrocknet werden. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit der Tropenregionen geht das nur mit entsprechender Technik und enormem Energieaufwand. Tropenhölzer sind also keineswegs eine umweltfreundliche Lösung.

Nachhaltiges Edelholz aus Europa

Dabei liegt das Gute so nah: Wir sind in Europa umgeben von Mischwäldern und Nadelwäldern. Und insbesondere unter den Laubbaumbeständen finden sich robuste und langlebige Edelhölzer wie Eiche oder Nussbaum. Für den Möbelbau ist auch das Holz von Obstbäumen – z. B. Kirsche – hervorragend geeignet. Die kurzen Transportwege von heimischen Holzarten halten die Belastungen für das Klima auf einem Minimum.

Verantwortungsvoller Umgang mit europäischen Waldbeständen

Unter welchen Bedingungen die Rodungen stattfinden, ist innerhalb Europas gut überprüfbar und unterliegt strengen Reglementierungen. Außerdem wird kontinuierlich aufgeforstet, um die Waldbestände zu erhalten und auszuweiten. Wer ökologisches Holz kaufen möchte, sollte deshalb auf heimische Hölzer zurückgreifen. Denn je weiter weg das verwendete Holz seinen Ursprung hat, desto schwieriger ist es zu überprüfen, ob es verantwortungsvoll gerodet wurde. Bei Tropenholz ist das trotz diverser Siegel praktisch gar nicht mehr überprüfbar.

Heimische Hölzer für den Außenbereich

Gerade, wenn es um Terrassenmöbel oder Balkonmöbel geht, greifen viele Leute auf tropische Hölzer zurück. Dabei ist das gar nicht notwendig. Denn Eichenholz, ein europäisches Hartholz, ist ebenfalls überaus witterungsbeständig. Wer verhindern möchte, dass mit den Jahren die typische graue Patina entsteht, kann Eichenholz übrigens prima mit Yachtöl behandeln.

Und wie kann man heimische Hölzer erkennen?

Zu den harten heimischen Hölzern für den Möbelbau zählen vor allem Eiche, Nussbaum, Lärche, Fichte, Kiefer, Ahorn, Kirsche, Buche und Esche. Tropenholz erkennt man oft schon am außergewöhnlichen Namen: Teak, Bilinga, Maobi, Mahagoni, Wenge, Meranti und Palisander sind bekannte Tropenhölzer. Wer sich für ökologisches Holz entscheidet, lässt Tropenholz links liegen und kauft nachhaltiges Holz – und somit einheimische Harthölzer und Edelhölzer!

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