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Lagom – Hol dir die schwedische Balance in dein Zuhause

Was ist Lagom?

Lagom kommt aus Schweden und bedeutet wörtlich übersetzt so etwas wie „genau richtig“. Dieses genau richtig bezieht sich auf sämtliche Lebensbereiche und soll dafür stehen, das richtige Maß in allen Dingen zu finden. Auch wenn Lagom gerne als der neu ausgerufene, aktuelle Lifestyletrend aus Skandinavien erklärt wird: Lagom ist viel mehr als nur ein Trend. Lagom bedeutet, die richtige Balance zu finden – in diesem Streben liegt die schwedische Glücksformel.

Schaut man sich die Bedeutungsherkunft des Wortes an, landet man bei den Wikingern. Deren Zeit ist zwar schon seit über 1000 Jahren zu Ende, aber ihr Gemeinschaftssinn legt den Grundstein für die Lebensphilosophie Lagom. Lagom setzt sich nämlich aus den beiden Wörtern laget und om zusammen. Diese bedeuten im übertragenen Sinn „einmal für die ganze Mannschaft“. Die Wikinger aßen und tranken in der Regel gemeinsam, um ein Lagerfeuer sitzend. Das mit Met gefüllte Horn ging der Reihe nach um, und jeder trank genau so viel, dass es für alle reicht, und alle einen gleich großen Schluck bekommen.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich laget om zu lagom verkürzt, ist aber in seiner Bedeutung kontinuierlich weiter verwendet worden. Im Roman Michel aus Lönneberga von Astrid Lindgren wird die Vielseitigkeit des Wortes deutlich: Der Vater fragt Michels Mutter, wie sie die Köttbullar mache. Die Mutter antwortet: „Lagom stora, lagom runda och lagom bruna“ (lagom groß, lagom rund und lagom braun). Also einfach genau richtig.

Lagom ist also keineswegs ein Lifestyle-Trend, sondern vielmehr eine Charaktereigenschaft und eine Lebensphilosophie der sympathischen Nachbarn aus dem Norden.

Lagom als Einrichtungsstil

Im Grunde bezieht sich Lagom auf alle Lebensbereiche. Aber besonders im eigenen Zuhause ist es wichtig, sich eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, die den Stress des Alltags abfängt und zum Wohlfühlen einlädt. Nach Lagom einrichten ist weder teuer noch anstrengend: Das Ergebnis ist ein Ort, der genau perfekt für dich ist. Denn das ist die Idee, die hinter Lagom steht – für dich passend!

Was ist das Prinzip vom Lagom-Wohntrend?

Interior Trends gibt es einige – Lagom ist aber mehr: Es ist eine Lebensphilosophie, die sich auch auf den Einrichtungsstil überträgt.

Auch beim Wohntrend Lagom gilt es, das richtige Maß zu finden. Im Vordergrund steht hier Qualität statt Quantität. Der Nachhaltigkeitsgedanke spielt eine große Rolle. Deshalb setzt man beim Einrichten nach der Lagom-Wohnidee auf natürliche Materiealien, die die Natur reproduzieren kann. Möbel sollten deshalb aus Massivholz sein. Dabei ist darauf zu achten, dass es sich um heimische Hölzer aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft handelt. Insbesondere Eiche ist ein sehr robustes Holz mit vielen herausragenden Eigenschaften, aber auch Ahorn oder Nussbaum eignen sich gut und lassen sich hinsichtlich Rodungsbedingungen gut nachvollziehen. Außerdem sollte das verwendete Holz möglichst unbehandelt bzw. nur geölt sein. Lacke und verschiedene Oberflächenbehandlungen nehmen dem Holz seine natürliche Haptik und Struktur.

Auch das Wiederverwerten von Materialien steht bei Einrichtungsidee nach Lagom hoch im Kurs. Beim Upcycling werden aus gebrauchten oder abgenutzten Dingen neue entwickelt und leben so weiter. Außerdem können z. B. Möbel aus Massivholz, insbesondere solche, die nicht lackiert sind, jederzeit wieder aufbereitet werden.

Welche Materialien eignen sich für das Einrichten nach Lagom?

Naturmaterialien – wie z. B. Holz, Rattan, Leinen, Wolle oder Stein – bilden die Grundlage für den Lagom-Einrichtungsstil. Durch ihre Textur und Haptik wird dein Zuhause lebendig und strahlt gleichzeitig Ruhe aus. Wesentlicher Bestandteil der schwedischen Lebensweise ist die Achtung vor der Natur und ihren Ressourcen. Deshalb sollen keine Energieressourcen oder Materialen verschwendet werden. Qualität statt Quantität ist hier das richtige Credo, das durch fair produzierte und nachhaltige Produkte umgesetzt wird. Anschaffungen sollten möglichst lange halten. Wähle deine Möbel sorgfältig aus: Neben Nachhaltigkeit spielt die Funktionalität eine große Rolle – mindestens eine genauso große, wie das Design. Ein Esstisch mit Schubladen lässt sich zum Beispiel auch gleichzeitig als Schreibtisch verwenden. Einen Hocker kann prima auch als Beistelltisch genutzt werden. Das ist nicht nur praktisch – gleichzeitig werden die Räume auch nicht durch zu viele Stücke überladen.

Upcycling ist bei Lagom ein großes Thema: selbst abgenutzte Dinge können wieder hergerichtet oder umfunktioniert werden, oder aber Gegenständen wird ein neuer Nutzen zugeschrieben. Ein Beispiel für Upcycling, das wahrscheinlich jeder kennt, sind Möbel aus Europaletten. Aber auch Altholz und Antikholz ist ein tolles Material für exklusive Designstücke.

Welche Farben sind passend für Lagom?

Die Farbgebung nach Lagom ergibt sich praktisch von selbst: Im Vordergrund stehen die Farben, die sich in der Natur wiederfinden und sich mit den eingesetzten Materialien realisieren lassen. In der Praxis bedeutet das, dass Farben kombiniert werden, die auch gemeinsam in der Natur vorkommen.

Ruhige Töne, die farblich aufeinander abgestimmt sind, verleihen dem Raum entspannte Harmonie. Diese wird durch Pflanzen, aber auch durch einzelne Blumen auf den Punkt gebracht. Üppige Blumensträuße- und Gebinde sind bei Lagom nicht angesagt.

Auch bezüglich der Muster sollte es nicht zu wild werden: Klare Linien oder grafische Muster unterstreichen die materialeigene Haptik und lässt ihm seine Struktur.

Das richtige Maß für Lagom-Dekoration

Sowohl für die Möbelstücke, als auch für Pflanzen und Accessoires gilt: Alles soll Platz und Raum haben, für sich selbst zu wirken, und nicht in der Masse untergehen. Es soll von allem weder zu viel noch zu wenig sein – weder überladen, noch zu minimalistisch.

Schönheit und Funktionalität gehen beim Einrichtungsstil nach Lagom Hand in Hand. Deshalb werden Textilien wie z. B Kissen, Decken oder Felle nur dort platziert, wo man sie auch tatsächlich nutzt.

Das gleiche Prinzip gilt für die Deko und die Anordnung von Accessoires: Sie machen nur dort Sinn, wo man auch hinschaut. Und vor allem gilt es auch hier: Wähle jeden einzelnen Blickfang bewusst aus und verzichte auf Krimskrams!

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